Neue GWG-Grenze ab 2018.

22 Dec 2017

 

Ab dem 1.1.2018 wird die Grenze für eine Sofortabschreibung von sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern von 410 Euro auf 800 Euro erhöht.

Was das für Abschreibung, Sammelposten und Wahlrecht bedeutet, haben wir hier zusammengefasst.

 

 

 

 


Das bleibt gleich


An den Voraussetzungen für ein geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) ändert sich nichts: Es muss sich auch weiterhin um ein bewegliches, abnutzbares Wirtschaftsgut des Anlagevermögens handeln, das selbstständig nutzbar ist.
Auch die Wahlmöglichkeit, Wirtschaftsgüter in einem Sammelposten zusammenzufassen und über fünf Jahre abzuschreiben, bleibt bestehen.

Die Obergrenze bleibt bei 1.000 Euro. Es gilt auch weiter, dass die Entscheidung für einen Sammelposten einheitlich für alle im Wirtschaftsjahr angeschafften GWG getroffen werden muss. Allerdings wird der Sammelposten unseres Erachtens künftig (noch) uninteressanter werden – schon bisher haben wir ihn ja eigentlich nur für sehr langlebige Wirtschaftsgüter wie z.B. Büromöbel empfohlen, die Sie sonst über 13 Jahre abschreiben müssten.

 

Das ist neu 


Die GWG-Grenze steigt von 410 Euro auf 800 Euro.
Wirtschaftsgüter bis 250 Euro werden sofort abgeschrieben.
Bei Wirtschaftsgütern, der Anschaffungskosten oder Herstellungskosten zwischen 251 Euro und 800 Euro liegen, können Sie wählen zwischen Sofortabschreibung und Sammelposten.
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten zwischen 801 Euro und 1.000 Euro schreiben Sie über die Nutzungsdauer laut AfA-Tabelle ab oder legen sie in den Sammelposten ein. Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung aber, dass Sie – sobald Sie sich hier für den Sammelposten entscheiden – auch die Wirtschaftsgüter zwischen 251 Euro und 800 Euro in diesem Sammelposten einlegen und alles zusammen über fünf Jahre abschreiben müssen!

 

Welche Güter gelten laut Definition als geringwertige Wirtschaftsgüter?


Als GWG gelten bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die eigenständig nutzbar sind. Ein Drucker gilt beispielsweise nur dann als GWG, wenn er eine Kopierfunktion hat – und somit auch ohne Computer genutzt werden kann. Gilt der Drucker nicht als geringwertiges Wirtschaftsgut, muss er über drei Jahre abgeschrieben werden. Bei Stühlen oder Tischen für die Firmenräume sind es sogar 13 Jahre.

 

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